Rund um das Biotop der Marocche di Dro

Wanderer mit Rucksack

Im Tal der Sarca, nördlich des Gardasees hinter Arco gelegen, gibt es ein paar schöne, wenig anstrengende, aber landschaftlich enorm vielfältige Wandertouren. Eine davon beginnt in Drena, einer kleinen Ortschaft etwa vier Kilometer nordöstlich von Arco, und führt auf einem Rundweg um das unter Naturschutz stehende Reservat der Marocche di Dro.

Felstrümmer die seit dem Ende der letzten Eiszeit liegen

Diese Landschaft ist von vielen Felstrümmern durchsetzt, die hier seit dem Ende der letzten Eiszeit liegen. Damals, als das Eis zurückgewichen war, haben mehr als 15 Felsstürze aus den umliegenden Bergen auf etwa zwölf Quadratkilometern eine Art Mondlandschaft geformt, ungefähr 750 Millionen Kubikmeter Gestein und Fels (ital.: „marocca“) liegen dort. Aber zwischen den Steinen hat sich in Tausenden von Jahren eine trotz des hier nicht besonders fruchtbaren Bodens eine erstaunliche Vegetationsvielfalt entwickelt, darum auch die Ernennung zum Naturschutzgebiet. Es gedeihen etwa Zitterpappeln, Flaumeichen, Felsenbirnen, Wacholder und Ginster, auch der nicht oft vorkommende Alpen-Seidelbast ist in den Marocche di Dro heimisch geworden. Eine Wanderung ist die beste Gelegenheit, sich das Biotop einmal näher und in Ruhe anzusehen. Der Ausgangspunkt ist am westlichen Ende des Parkplatzes bei Drena, an der SP84 gelegen.

Die Wände des Monte Breno

Es geht westwärts auf die Wände des Monte Breno zu, im Prinzip von Beginn an durch die erwähnten Felsblöcke, unter einer Stromleitung entlang bis zum Wegweiser, der einen Dinosaurier zeigt. Spuren von Sauriern hat man in der Umgebung nämlich auch entdeckt. Doch folgt man nicht dem Saurier auf der Tafel, sondern dem Vogel, nach einer Informationstafel geht es oberhalb des kleinen Lago Solo gen Nordosten, nach 25 Minuten unter einer weiteren Oberleitung in eine Senke hinunter bis zu deren Talsohle. Von hier geht es direkt nach Norden, immer durch das Biotop, bis man den Aussichtspunkt mit Blick zum Lago di Calvedine erreicht. Ein Stück weiter folgt man an der Gabelung wieder dem Vogel auf dem Wegweiser, es geht nun in westliche Richtung.

Tolle Blicke ins Sarcatal

Unter den Abstürzen des Monte Brento geht es durch dichteren Wald, bis der Pfad nach Süden abbiegt, man hat hier tolle Blicke ins Sarcatal. Dann quert man eine geteerte Straße und folgt dieser über eine Brücke, dann auf dem Pfad in Richtung Lago Solo und überquert später erneut eine Brücke, bevor man zur Einfahrt eines Grundstücks am See gelangt. Von hier aus geht es südlich, später in einer Linkskurve nach Westen zurück, an einem Rückhaltebecken vorbei, in Richtung Ausgangspunkt. Selbst bei gemütlichem Tempo dauert diese Tour höchstens drei Stunden.

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