Vittoriale degli Italiani

Vittoriale degli Italiani

Ausflüge zum Vittoriale degli Italiani führen in Gardone-Riviera zum einstigen Anwesen des italienischen Schriftstellers Gabriele D’Annunzio. Zu Lebzeiten (1863-1938) war der extravagante kreative Kopf sehr umstritten, da er seine Verehrung italienischer Faschisten offen zur Schau stellte. Dennoch oder gerade aufgrund dieser Vergangenheit hat Gabriele D’Annunzio im Ortsteil Gardone di Sopra seine Spuren hinterlassen, die in der Parkanlage samt Villa und Mausoleum ersichtlich sind.

Eine großzügige Parkanlage mit vielen Gesichtern

Mit Unterstützung des Architekten Giancarlo Maroni errichtete der Schriftsteller auf dem Gelände der einstigen Villa Cargnacco – dem ehemaligen Besitz des deutschen Kunsthistorikers Heinrich Thode – eine großzügige Parkanlage. Der Staat enteignete den Grund und Boden dem Kunsthistoriker im Jahr 1920 und übergab es D’Annunzio anschließend als Schenkung. Heute ist das neun Hektar große Areal die Herberge von D’Annunzios Wohnhaus, Parkanlagen, Gärten, eines Mausoleums und eines Freilichttheaters. Kurios ist das alte Kriegsschiff, das den Garten des Exzentrikers verziert.

Die Villa: Ein Prachtbau, der seinesgleichen sucht

Vittoriale degli Italiani - Eingang

Etwa 300.000 Besucher statten dem Vittoriale degli Italiani in Gardone alljährlich einen Besuch ab, um ein Areal in Augenschein zu nehmen, dessen Villa mit Sicherheit eine der prachtvollsten Attraktionen ist. Nach der Übernahme der Villa im Jahr 1921 dauerte es nicht lange, bis der Schriftsteller sein selbst ernanntes Prioria-Wohnhaus in eine heroische Villa umgestalten ließ. Nur wenige Jahre später erwarb D’Annunzio das Vorschiff vom Kreuzer Puglia, ein Torpedoboot, ein Flugzeug vom Typ SVA 10 sowie das Wasserflugzeug Typ S16, die das Gelände zum Teil bis heute verzieren. Zusätzlich entschied sich der Schriftsteller für weiteres Gelände, auf dem sich ein Hotel sowie eine Villa befanden. Im Gegenzug ging der Park Vittoriale als Geschenk an das italienische Volk über. Eine großzügige Finanzspritze des italienischen Staates trug dazu bei, dass der Visionär seinen Besitz auf die Größe von neun Hektar erweitern konnte. Allerdings gelang es D’Annunzio nicht mehr, sämtliche Umbaupläne vor seinem Tod zu realisieren. Aus dem Grund wurde das Freilichttheater erst im Jahr 1953, das Mausoleum 1955 sowie das Kriegsmuseum im Jahr 2000 umgearbeitet.

Ein Mausoleum im etruskisch-römischen Stil

Im begehbaren Bereich des Vittoriale degli Italiani dürfen Besucher heute einen Blick auf das Mausoleum, das Kriegsschiff Puglia sowie die Villa La Prioria werfen. Das Kriegsmuseum, ein Freilichttheater und das Torpedoboot MAS sind ebenfalls für die Öffentlichkeit zugänglich. Das Prunkstück der Villa ist eine aus 6.000 Bänden bestehende Bibliothek, die im Vorfeld bereits im Besitz von Henry Thode gewesen ist. Ein Steinway-Flügel des Komponisten Franz Liszt und Gemälde von Franz von Lenbach sind weitere Juwele des Vittoriale degli Italiani. Die Bauweise des Mausoleums wurde von etruskisch-römischen Grabstätten inspiriert. Zudem setzte Maroni – der Architekt des Mausoleums – bewusst Motive aus der Göttlichen Komödie von Dante ein. Eine Krypta ist vorhanden und in einem der Sarkophage befinden sich bis heute die sterblichen Überreste von D’Annunzio.

Ein Vorschiff mit Blick auf den Gardasee

Das Vorschiff des Kreuzers Puglia als weitere Attraktion des heutigen Geländes ist am Berghang ‚La Fida’ mit direktem Blick auf den Gardasee gerichtet. Das Torpedoboot MAS – ein deutsches Motorboot zur Bekämpfung von U-Booten – dürfen Besucher in einer Halle bewundern. Im Kriegsmuseum der Anlage dürfen Interessierte einen Blick auf Kriegsobjekte werfen, die den Schriftsteller mit persönlichen Erfahrungen während des Ersten Weltkriegs verbanden. Das Freilichttheater weist architektonische Elemente des Amphitheaters von Pompeji auf. Rund 1.500 Zuschauer dürfen in diesem Theater Platz nehmen, wenn auf der Bühne Klassik-, Rock-, Jazz- oder Ballettaufführungen präsentiert werden. Diese in der Via Vittoriale 12 gelegene Sehenswürdigkeit ist von April bis September dienstags bis donnerstags von 9.30 Uhr bis 19 Uhr geöffnet. Von Oktober bis März dürfen Besucher am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 9 Uhr bis 13 Uhr sowie von 14 Uhr bis 17 Uhr einen Blick werfen. Die Eintrittspreise variieren zwischen 7 Uhr und 12 Uhr.

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